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Handreichung: Datenschutz und Umgang mit personenbezogenen Daten in KomMonitor

Einführung

Der Schutz personenbezogener Daten und die Einhaltung der DSGVO sind zentrale Säulen beim Betrieb von Software in der kommunalen Verwaltung. KomMonitor ist als Werkzeug für das kommunale Monitoring (z. B. in der Sozialplanung) darauf ausgelegt, das Prinzip der Datensparsamkeit konsequent umzusetzen.

Dieses Dokument dient als Orientierungshilfe für Fachplaner, IT-Abteilungen, Datenschutzbeauftragte und Personalräte. Es erläutert, wie KomMonitor mit Nutzerdaten umgeht, welche Rolle die Identitätsmanagement-Komponente Keycloak spielt und wie die Protokollierung (Logging) ausgestaltet ist.


FAQ – Datenschutz & Datensicherheit

1. Nutzerverwaltung und Keycloak

Welche personenbezogenen Daten der User werden in Keycloak gespeichert? Keycloak fungiert als Single Sign-On (SSO) Lösung. Folgende Daten werden verarbeitet:

Wer hat Zugriff auf die Nutzerdaten in Keycloak? Der Zugriff ist streng auf Administratoren beschränkt:

Kann eine bestehende Keycloak-Instanz des IT-Dienstleisters genutzt werden? Ja. Keycloak unterstützt “Realms” (Mandanten). KomMonitor kann als eigener Client in einer bestehenden Instanz betrieben werden. Auch eine Anbindung an ein städtisches LDAP / Active Directory ist möglich, um bestehende Dienst-Accounts zu synchronisieren.


2. Datenspeicherung und Fachdaten

Speichert KomMonitor personenbezogene Daten der Anwender? KomMonitor nutzt zur Personalisierung (z. B. Favoriten für Indikatoren oder Themenbäume) lediglich die technische Keycloak-ID (UUID). Der Fachdienst selbst speichert keine Klarnamen. Eine Zuordnung erfolgt nur temporär während einer aktiven Sitzung.

Werden Veränderungen an Fachdaten mit User-Namen protokolliert? Nein. KomMonitor speichert keine “Verfahrensdaten” im Sinne einer Änderungshistorie mit Bezug auf Klarnamen. Das System ist auf die Bereitstellung und Analyse von Daten optimiert, nicht auf die Überwachung von Bearbeitungsschritten einzelner Personen.


3. Protokollierung (Logging) und Überwachung

Was wird in den Protokolldateien gespeichert? In den Fachdiensten von KomMonitor werden lediglich technische Autorisierungsvorgänge geloggt. Dabei tauchen nur IDs auf: access for 78222505-2f08... to entity b711c7bb... authorized? True Nur der Server-Admin kann diese IDs theoretisch über Keycloak einer Person zuordnen. Dies ist jedoch zweckgebunden (z. B. Fehlersuche) und durch den Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) geregelt.

Wie steht es um das Logging von User-Aktionen in Keycloak?

Wann werden die Protokolle gelöscht? Das Logging erfolgt standardmäßig über Docker-Container.

Referenz: Keycloak Dokumentation - Auditing & Events Docker Logging Driver Configuration

4. Gegenüberstellung

Um die Anforderungen typischer Rahmen-Dienstvereinbarungen (Rahmen-DV) zu erfüllen, unterscheidet KomMonitor strikt zwischen notwendigen Systemdaten und (nicht vorhandenen) verhaltensbezogenen Verfahrensdaten.

Protokolltyp Inhalt / Beispiel Zweck Speicherdauer
Systemprotokolldaten Docker-Logs, Fehlermeldungen (Stacktraces). Technischer Betrieb & Stabilität. Bis zum Container-Neustart.
Authentifizierungs-Events Login-Zeitpunkt, IP-Adresse, Fehlversuche. IT-Sicherheit & Forensik. Deaktiviert (Default).
Zugriffsprotokolle User-ID [UUID] hat Zugriff auf Indikator-ID. Nachweis der Autorisierung. Bis zum Container-Neustart.
Verfahrensdaten “Wer hat welchen Wert wann geändert?” Leistungs- oder Verhaltenskontrolle. Wird nicht erhoben.

Anhang: kompakter Textbaustein

Kategorien personenbezogener Daten:

Regelfristen für die Löschung:

Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs):