Szenario – Die „All-in-One“ Kommune

Praxisvorlage für die integrierte Sozialberichterstattung und interne Fachplanung

Inhalt

  1. Die Organisationsstruktur
  2. Administrative Rollenverteilung
  3. Daten-Matrix: Öffentliche Transparenz vs. Interne Analyse
  4. Implementierungs-Checkliste
  5. Besonderheit dieses Szenarios

Dieses Schema beschreibt die Umsetzung in einer Stadtverwaltung, die KomMonitor sowohl für die Information der Bürger*innen als auch für die hochsensible interne Sozialplanung nutzt.

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Die Organisationsstruktur

In einer Einzelkommune wird in der Regel nur ein Mandant benötigt. Die fachliche Trennung erfolgt über eine klare Hierarchie von Untergruppen.

  • Mandant: Stadt Musterstadt (Wurzelknoten)
    • Untergruppe: Amt für Statistik & Stadtforschung (Fokus: Öffentliche Daten/Open Data)
    • Untergruppe: Fachbereich Sozialplanung (Fokus: Interne Quartiersanalyse)
    • Untergruppe: Jugendhilfeplanung (Fokus: Kleinräumige Bedarfsplanung)

Administrative Rollenverteilung

Die Verwaltung wird so aufgeteilt, dass das Statistikamt die Basisstruktur pflegt, während die Fachplaner die Hoheit über ihre sensiblen Daten behalten.

Akteur Administrative Rolle Funktion im System
Zentral-Admin (IT) kommonitor-creator Erstellt den Mandanten und die Grundstruktur.
Statistik-Leitung client-resources-creator Pflegt offizielle Raumebenen (Bezirke) und veröffentlicht Open-Data-Indikatoren.
Fachplaner Sozial unit-resources-creator Verwaltet interne Indikatoren und kleinräumige Geodaten des eigenen Teams.

Daten-Matrix: Öffentliche Transparenz vs. Interne Analyse

Der Schutz sensibler Daten erfolgt über die Wahl der Raumebene und den Status der öffentlichen Lesefreigabe.

Datensatz (Indikator) Raumebene Sichtbarkeit Eigentümer (Ownership)
Arbeitslosenquote Stadtbezirk Öffentlich (isPublic = EIN) Amt für Statistik
Altersstruktur Stadtteil Öffentlich (isPublic = EIN) Amt für Statistik
SGB-II-Bezug (Detail) Baublock Intern (isPublic = AUS) Fachbereich Sozialplanung
KITA-Plätze (Bedarf) Wohnquartier Intern (isPublic = AUS) Jugendhilfeplanung

Implementierungs-Checkliste

  1. Mandant einrichten: Der IT-Admin registriert die „Stadt Musterstadt“ mit aktiviertem Mandanten-Toggle.
  2. Öffentliche Ebenen bereitstellen: Das Statistikamt lädt Raumebenen (Bezirke/Stadtteile) hoch und schaltet diese für anonyme Nutzer frei.
  3. Interne Ebenen isolieren: Die Fachplanung lädt kleinräumige Ebenen (z. B. Baublöcke) hoch. Diese erhalten keine öffentliche Lesefreigabe.
  4. Datensatz-Eigentümerschaft: Beim Upload sensibler Indikatoren (z. B. Kinderarmut) wählt die Fachplanung die eigene Gruppe als Eigentümer. Damit ist der Zugriff für andere Ämter zunächst gesperrt.
  5. Interne Kooperation: Soll das Jugendamt die Daten der Sozialplanung lesen dürfen, muss die Sozialplanung dies im Freigabe-Dialog explizit für die Gruppe „Jugendhilfeplanung“ erlauben.

Besonderheit dieses Szenarios

Dieses Modell ermöglicht eine Zwei-Ebenen-Strategie:

  • Bürger-Service: Transparente Sozialberichterstattung auf groben, datenschutzkonformen Ebenen.
  • Fachplanungs-Werkstatt: Hochauflösende Analysen auf kleinsten Einheiten (Baublöcken), die nur für berechtigte Fachnutzer nach Login sichtbar sind.